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Black Water Rising

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783948392406
Sprache: Deutsch
Umfang: 450 S.
Format (T/L/B): 4 x 20 x 15 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Texas 1981, Ronald Reagan ist Präsident, Jay Porter ein erfolgloser Anwalt mit einer Strip-Mall-Kanzlei. Entschlossen, den Geburtstag seiner schwangeren Frau Bernie unvergesslich zu machen, mietet er einen Kahn an und nimmt sie mit auf eine Mondscheinfahrt. Plötzlich hören sie Schreie, Schüsse, sehen wie ein Körper aufs Wasser trifft. Porter eilt zu Hilfe und rettet eine verängstigte Frau aus dem Bayou. In seiner Jugend war er ein Black-Power-Aktivist. Er ist nur knapp einer Inhaftierung anlässlich einer erfundenen Anklage wegen Verschwörung zum Mord entgangen. Er fährt die Frau zur nächsten Polizeistation und setzt sie vor der Tür ab. Als Jay erfährt, dass in jener Nacht ein Mann in der Nähe des Bayou getötet wurde, fühlt er sich gezwungen, tiefer zu graben und kommt in Kontakt mit den korrupten Praktiken der Ölindustrie. Houstons schwarze Hafenarbeiter drohen zu streiken, und Jays Schwiegervater, ein einflussreicher Geistlicher, bittet ihn, einen jungen Mann vor Gericht zu vertreten, der behauptet, von einem Hafenbeamten zusammengeschlagen worden zu sein.

Autorenportrait

Attica Lockes Roman "Bluebird, Bluebird" hat 2018 den Edgar Award for Best Novel und den Ian Fleming Steel Dagger Award gewonnen. Zusammen mit "Heaven, My Home" ist er bereits auf Deutsch im Polar Verlag erschienen. Locke war zuletzt Autorin und Produzentin der Fox-Serie "Empire". Sie ist Mitglied des Vorstands der Library Foundation of Los Angeles, stammt aus Houston, Texas, und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Los Angeles, Kalifornien.

Leseprobe

Bernie reißt dem Alten die Taschenlampe aus der Hand und richtet den trüben weißen Lichtstrahl gerade noch rechtzeitig auf das Ufer, um eine Regung zwischen den Bäumen, eine Bewegung im Gebüsch einzufangen. Sie sehen, wie ein Körper fällt, über die steile Böschung rollt, zwischen dem Gestrüpp und den Erhebungen im Boden hin und her geworfen wird. Er rollt bis ans Ufer und dann. verschwindet er. Jay hört ein leises Platschen und ein saugendes Geräusch, als der Bayou ihn im Ganzen verschluckt. Dann. nichts mehr. Eine gefühlte Ewigkeit lang. Bernie sieht Jay an. Tief in seiner Kehle kann er seinen Herzschlag hören. Dann kräuselt sich die glatte Wasseroberfläche, und kleine Wellen breiten sich aus wie Arme, die sich zu einer Umarmung öffnen. "Da bewegt sich was", murmelt der Alte. Es blubbert und gurgelt. Etwas taucht an der Wasseroberfläche auf. Jay hört Wasser aufspritzen, dann einen heiseren Schrei, ein Ringen nach Luft. Ohne eine Erlaubnis abzuwarten, stapft Bernie zur Kapitänskajüte. Der Alte macht Anstalten, sie aufzuhalten, besinnt sich dann aber anders. Bernie schafft es kaum, sich in die winzige Kapitänskajüte zu quetschen. Sie muss an ihrem Bauch vorbeigreifen, um den Schlüssel zu packen, der aus dem Armaturenbrett ragt, und dreht ihn nach links. Stotternd verstummt der Motor. Niemand an Deck rührt sich, niemand sagt etwas.

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